Handmade & Kennzeichnungspflicht. Was du als Kleingewerbe beachten musst

Kennzeichnungspflicht im Handmade-Business leicht erklärt ✅ Erfahre, welche Angaben du machen musst & wie du dein Kleingewerbe professionell führst.

Handmade-Produkte verkaufen – warum Kennzeichnung so wichtig ist

Viele Kreative fragen mich:
„Heidi, warum zeichnest du deine Handmade-Produkte eigentlich aus? Du hast doch nur ein Kleingewerbe…“

Die Antwort ist simpel: Auch im Handmade-Business gibt es rechtliche Vorgaben.
Wer DIY-Produkte verkaufen will, muss bestimmte Infos angeben. Das sorgt für Verbraucherschutz, Produktsicherheit und Vertrauen bei Kund:innen – und schützt dich als Hersteller:in.

1. Herstellerangaben – deine Visitenkarte auf jedem Produkt

Damit Käufer:innen wissen, wer hinter deinem Handmade-Produkt steckt, gehören diese Infos klar erkennbar dazu:

  • Name oder Markenname

  • Adresse

  • Kontaktmöglichkeit (z. B. E-Mail oder Kontaktformular auf deiner Website)

👉 Das schafft Vertrauen und gibt Sicherheit, dass man dich bei Fragen oder Reklamationen erreichen kann.


2. Produktidentifikation – jedes Produkt braucht eine eindeutige Zuordnung

Damit deine Produkte klar zugeordnet werden können, verwende z. B.:

  • Seriennummern

  • Typen- oder Chargennummern

Falls du dein Handmade-Produkt nicht direkt kennzeichnen kannst, reicht auch ein Hinweis auf der Verpackung oder einem Beipackzettel.


3. Sicherheits- & Gebrauchshinweise – Verantwortung zeigen

Besonders bei Handmade-Produkten sind Sicherheitsinfos wichtig, um Risiken auszuschließen. Beispiele:

  • Altersempfehlung: „Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren – Kleinteile könnten verschluckt werden.“

  • Warnhinweise: „Kerze niemals unbeaufsichtigt brennen lassen.“

  • Materialhinweise: „nur Innenbereich“, „nicht spülmaschinenfest“, „nicht wasserfest“

👉 So beweist du, dass Handmade nicht nur kreativ, sondern auch verantwortungsbewusst ist.


4. Besondere Kennzeichnungen – wenn dein Produkt mehr braucht

Manche Handmade-Produkte benötigen zusätzliche Symbole, z. B.:

  • CE-Kennzeichnung (bei Spielzeug oder elektrischen Produkten)

  • Recycling- oder Entsorgungssymbole

Diese Symbole zeigen, dass dein Produkt den Standards entspricht und heben dein Handmade-Business positiv hervor.


Warum die Kennzeichnungspflicht Handmade-Businesses stärkt

  • Sie schützt dich als Hersteller:in im Kleingewerbe

  • Sie gibt Käufer:innen Sicherheit

  • Sie zeigt, dass Handmade-Produkte professionell sind

Denn Vertrauen heißt nicht nur „schön gemacht“, sondern auch „sicher gemacht“ ✨


Fazit: Handmade-Business professionell aufstellen

Die Kennzeichnungspflicht ist keine Last, sondern eine Chance:

✔️ Du wirkst professioneller
✔️ Deine Kund:innen fühlen sich sicher
✔️ Dein Kleingewerbe hebt sich von anderen ab

📌 Tipp: Erstelle dir eine kleine Checkliste, die du bei jedem neuen Produkt durchgehst. So sparst du Zeit und bist rechtlich auf der sicheren Seite.


⚠️ Hinweis: Ich bin keine Anwältin. Dieser Artikel dient nur der Information. Für verbindliche Rechtsberatung wende dich bitte an Fachleute.