Ganz ehrlich, du hast jetzt deine Positionierung und deinen Leadmagnet fertig.
Heute packen wir beides auf dein Instagram-Profil.
Und ich sag dir, dein Profil ist der wichtigste Ort auf deinem ganzen Account. Wichtiger als jedes Reel. Wichtiger als jede Story.
Warum?
Weil alles am Ende bei deinem Profil landet. Jemand sieht dein Reel, findet’s gut, klickt auf dein Profil. Und jetzt hat er drei Sekunden, um zu entscheiden: bleib ich, oder bin ich wieder weg?
Drei Sekunden. Mehr Zeit gibt dir keiner.
Wenn dein Profil in der Zeit nicht zeigt, worum es bei dir geht, war das ganze Reel umsonst. Die Story umsonst. Alles umsonst.
Die meisten Profile sehen aus wie eine Visitenkarte aus den 90ern.
Name, ein paar Emojis, „Mama von zwei, Love and Light“, irgendwo der Firmenname versteckt. Das ist kein Profil, das ist Deko.
Die eine Formel für deine Bio
Deine Bio muss drei Fragen beantworten. Nicht mehr, nicht weniger.
Wem hilfst du? Wobei hilfst du? Und wie?
Das ist die ganze Formel. Wenn jemand das in drei Sekunden liest und versteht, hat dein Profil seinen Job gemacht.
Ein Beispiel:
„Ich zeige Frauen ab 40, wie ihre Haut wieder frisch aussieht, mit einer 3-Schritte-Routine, die in den Alltag passt.“
Wem:
Frauen ab 40. Wobei: Haut wieder frisch. Wie: 3-Schritte-Routine für den Alltag. Fertig, klar, kein Schnickschnack.
Noch eins, für Partnergewinnung:
„Ich helfe Angestellten, ein zweites Standbein aufzubauen, mit einer Methode, die neben dem Job funktioniert.“
Merkst du den Unterschied? Ein Satz und du weißt sofort, worum’s geht.
Warum das „Wie“ so wichtig ist
Die meisten schaffen „Wem“ und „Wobei“, aber das „Wie“ fehlt. Und genau da geht die Bio kaputt.
Ohne das „Wie“ klingt jede Bio wie hundert andere. Vergleich mal:
Ohne Wie: „Ich helfe Frauen, sich wieder wohl in ihrer Haut zu fühlen.“
Mit Wie: „Ich zeige Frauen ab 40, wie ihre Haut wieder frisch aussieht, mit einer 3-Schritte-Routine, die in den Alltag passt.“
Das eine ist Luftballon. Das andere ist konkret. Das „Wie“ macht deine Bio einzigartig, weil es zeigt, du hast eine Methode. Kein leeres Versprechen, ein echter Weg.
Die 3 Teile deines Profils
Dein Profilname.
Nicht nur dein Vorname, sondern Vorname plus das, was du machst. Instagram durchsucht den Profilnamen. Steht da „Haut“ drin und jemand sucht „Haut“, taucht dein Profil auf.
Zum Beispiel:
„Sabine | Hautpflege ab 40“,
„Julia | Mehr Energie durch Ernährung“, „Tanja | Online-Business neben dem Job“.
Test dafür:
Jemand liest deinen Namen in einer Kommentarspalte. Versteht er in einer halben Sekunde, worum es bei dir geht?
Dein Bio-Satz.
Die Formel von eben, wem, wobei, wie. Ein Satz, maximal zwei. Wenn du magst, packst du noch eine zweite Zeile dazu mit Beweis oder persönlicher Note, zum Beispiel „Über 200 Kundinnen in 5 Jahren“.
Dein Call to Action mit Link.
Die letzte Zeile ist keine Lebensweisheit, sondern eine Einladung.
„Kostenlose Haut-Routine ↓“,
„Hol dir meinen Energie-Guide ↓“,
„Mein Weg vom Job zum eigenen Business ↓“.
Und hier muss ich ehrlich widersprechen. Viele haben einen Linktree mit zehn Links, Instagram, YouTube, Produkt 1, Produkt 2, Blog, Termin buchen.
Das ist ein Wühltisch. Wir wollen keinen Wühltisch, wir wollen einen klaren Weg.
Dein Profilbild
Drei Dinge zählen.
Dein Gesicht. Nicht dein Logo, nicht dein Produkt, nicht deine Kinder. Menschen folgen Menschen.
Nah genug dran, dass man dich auch ganz klein noch erkennt. Instagram zeigt das Profilbild oft winzig.
Heller Hintergrund, freundlicher Ausdruck. Keine Sonnenbrille, kein verpixeltes Urlaubsfoto.
Hast du grad kein gutes? Mach heute eins. Ans Fenster stellen, Tageslicht, lächeln, Handyfoto. Fertig.
Deine Highlights
Maximal fünf. Das erste heißt „Start hier“, da erzählst du in ein paar Storys, wer du bist und was man bei dir findet.
Das ist deine Einführungsseite.
Die anderen vier zeigen deine Themen, nicht deine Urlaubsbilder.
Zum Beispiel: Start hier, Haut-Routine, Vorher-Nachher, Meine Produkte, Kundinnen-Stimmen.
Die Highlights sind kleine Schaufenster. Wer dein Profil besucht, kann direkt reinschauen, was dich ausmacht.
Deine Aufgabe für heute
Jetzt geht’s los. Du öffnest Instagram, jetzt, und baust dein Profil um.
Aber erst auf Papier.
Im Workbook hast du dein Profil-Canvas. Schreib deinen Bio-Satz erst dort auf, sonst fängst du in Instagram an rumzubasteln und nach einer Stunde hast du sechs halbfertige Versionen. Erst Papier, dann übertragen.
Bevor du zu Tag 4 weitergehst, will ich von dir eine Sache hören:
Dein Profil ist umgebaut und live.
Und wenn du magst, schick mir einen Screenshot auf Instagram, wenn du fertig bist. Ich schau’s mir an!
Prompt-Tipp für Claude oder ChatGPT
Wenn du beim Bio-Satz steckenbleibst, nutz Claude.
Kopier diesen Prompt:
„Ich bin Networkerin. Meine Zielgruppe ist [Zielgruppe aus Tag 1]. Ich helfe ihnen bei [Thema aus Tag 1]. Meine Methode oder mein Ansatz ist [z.B. 3-Schritte-Routine / 5-Tage-Plan / bestimmtes Produkt / 1:1 Begleitung]. Schreib mir 5 verschiedene Versionen für meine Instagram-Bio. Jede Version beantwortet drei Fragen in einem Satz: Wem helfe ich, wobei helfe ich, und wie. Maximal 130 Zeichen pro Version. Keine Emojis am Anfang. Klar und direkt.“
Such dir die Version raus, die sich am meisten nach dir anfühlt. Pass sie an. Nutz sie.
Ich sag’s dir ehrlich, so wie ich es in den letzten Jahren immer wieder gesehen habe. Bei den meisten im Team liegt das Problem nicht am Content, nicht an den Storys, nicht an der Häufigkeit. Das Problem ist, dass niemand in drei Sekunden versteht, worum es bei dir eigentlich geht.
Stell dir vor du gehst an einem Laden vorbei. Keine Fenster, kein Schild. Du weißt nicht, ob da Schuhe drin sind, Kuchen oder Bücher. Würdest du reingehen? Nein, du läufst weiter.
Genauso ist das auf Instagram. Klickt jemand auf dein Profil und weiß nach drei Sekunden nicht, worum es bei dir geht, ist sie wieder weg.
Heute ändern wir das. Mit drei Fragen.
Frage 1: Für wen bist du da?
Und ich meine nicht „Frauen zwischen 25 und 55“. Das ist keine Zielgruppe, das ist eine Statistik.
Deine Zielgruppe ist ein Mensch, den du beschreiben kannst. Eine echte Person mit einem echten Leben und echten Problemen.
Ein Beispiel: „Frauen Anfang 50, die sich seit Jahren nichts mehr gegönnt haben und langsam merken, dass sie wieder auf sich schauen wollen.“
Das ist spezifisch. Das ist ein Mensch. Und wenn du so klar bist, passiert etwas Schönes. Jede die zu dieser Gruppe gehört fühlt sich sofort gesehen und denkt sich, hey, die meint ja genau mich.
Ich weiß was du jetzt denkst. Wenn ich mich so eng festlege, verliere ich doch alle anderen. Stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn du dich gar nicht festlegst, verlierst du alle, weil sich niemand angesprochen fühlt.
Schubladen sind nicht der Feind. Schubladen sind genau das, wonach die Leute suchen.
Frage 2: Worum geht es bei dir?
Das ist dein Thema, dein roter Faden. Das eine, worüber du sprichst.
Und ich weiß, jetzt zuckt’s vielleicht. Aber ich interessiere mich doch für so viel. Düfte, Pflege, Wellness, Aufbauen, Mindset.
Schön für dich. Aber für deine Zielgruppe ist das verwirrend. Wenn du über zehn Sachen schreibst, weiß am Ende niemand wofür du eigentlich stehst. Und wer für nichts steht, für den entscheidet sich auch niemand.
Wähl ein Thema. Das was dich am meisten begeistert. Wo du selbst am meisten erlebt hast. Wo du anderen am schnellsten helfen kannst.
Ein Beispiel: Du entscheidest dich für kleine Alltagsrituale. Dann ist das dein Thema. Schreibst du über Düfte, dann aus dieser Perspektive. Schreibst du über deinen Tag, dann auch aus dieser Perspektive. So bleibt alles miteinander verbunden.
Das ist wie ein Haus mit einem Namen über der Tür. Drinnen gibt es viele Zimmer, aber jeder weiß, dass er in deinem Haus ist, sobald er reinkommt.
Frage 3: Was ist dein Versprechen?
Das ist der schwerste Teil und gleichzeitig der wichtigste.
Was bekommt jemand, der sich auf dich einlässt? Nicht als Produkt, sondern als Veränderung.
Nicht: „Bei mir bekommst du Duftöle.“
Sondern: „Bei mir findest du eine kleine Routine, mit der du dich morgens wieder wie du selbst fühlst, ohne dass du dein Leben umkrempeln musst.“
Merkst du den Unterschied? Das erste ist ein Produkt. Das zweite ist ein Gefühl am Ende.
Dein Versprechen muss drei Dinge haben. Konkret, greifbar, ehrlich. Versprich nichts, was du nicht halten kannst. Aber mach auch nicht klein, was du wirklich gibst.
Die drei Fehler, die ich ständig sehe
Bevor du gleich das Tool öffnest, drei Fehler die ich jede Woche sehe. Wenn du sie von Anfang an kennst, sparst du dir Monate.
Fehler 1: Du positionierst dich über dein Produkt.
„Ich bin Partnerin bei alianaTure.“ Das ist keine Positionierung, das ist eine Stellenbeschreibung. Niemand folgt dir, weil du bei einer Firma bist. Menschen folgen dir, weil du für ein Thema stehst, das sie interessiert.
Dein Produkt ist das Werkzeug. Nicht die Positionierung.
Fehler 2: Du willst alles gleichzeitig sein.
„Ich zeig dir, wie du dein Business aufbaust, dich pflegst, deine Familie organisierst und entspannst.“ Das ist kein Profil, das ist ein Buffet. Und ein Buffet ist kein Restaurant. Keiner weiß, worauf du dich spezialisiert hast, also fühlt sich auch niemand wirklich abgeholt.
Fehler 3: Du willst erst perfekt sein.
„Ich muss erst noch mehr lernen, bevor ich mich positioniere.“ Nein. Du positionierst dich jetzt, mit dem was du heute schon weißt. Deine Positionierung darf sich entwickeln, aber sie muss anfangen.
Du bist qualifiziert über das zu sprechen, was du selbst erlebt hast. Das reicht. Das ist sogar der stärkste Ausgangspunkt den du haben kannst.
Warum „Network Marketing“ keine Positionierung ist
Das will ich extra mit dir machen, weil ich es zu oft sehe.
Viele schreiben in ihre Bio „Direktvertrieb“ oder den Firmennamen. Das fühlt sich richtig an, weil du stolz darauf bist.
Aber deine Kundin sucht nicht nach „Direktvertrieb“. Sie sucht nach „endlich wieder Energie haben“. Nach „morgens nicht mehr müde aufwachen“. Nach „Haut, die sich wieder gut anfühlt“. Nach „neben dem Alltag etwas Eigenes haben“.
Deine Kundin sucht die Lösung für ihr Problem. Nicht deine Methode.
Deshalb positionierst du dich nicht über alianaTure. Du positionierst dich über das Problem, das du löst. Die Produkte kommen viel später ins Gespräch. Wenn überhaupt.
Die stärksten Profile, die ich kenne, sagen nie „Direktvertrieb“ in ihrer Bio. Sie sagen „Ich zeig Frauen, wie sie neben dem Alltag wieder zu sich finden.“ Das ist der Unterschied zwischen einem Profil das wie Werbung wirkt und einem, dem man wirklich folgt.
Deine Aufgabe
Und jetzt kommt der Teil wo du ins Tun kommst.
Ich hab dir ein Tool gebaut. Es heißt Dein roter Faden. Du findest es hier: jeckesstempeln.de/dein-roter-faden
Öffne es jetzt und geh es durch.
Das Tool führt dich in wenigen Schritten zu deinem Positionierungs-Satz, deiner Profil-Bio und drei fertigen Content-Ideen. Alles auf einer Seite, in deinen eigenen Worten.
Drei Hinweise bevor du loslegst:
Nimm dir 15 Minuten, am besten ungestört. Handy weg, außer für das Tool selbst.
Überleg nicht zu lange. Schreib das, was dir zuerst einfällt. Dein Bauchgefühl weiß oft mehr als dein Kopf. Wenn du 10 Minuten über einem Satz grübelst, bist du festgefahren. Einfach hinschreiben, anpassen geht später.
Und sei spezifisch. Je konkreter, desto besser. „Frauen“ ist unklar. „Frauen Anfang 50, die sich seit Jahren nichts mehr gegönnt haben“ ist klar.
Noch etwas. Deine Positionierung ist nicht für immer. Sie ist dein Ausgangspunkt. In ein paar Monaten wird sich etwas verschoben haben. Völlig normal. Heute legst du fest, wo du jetzt stehst. Das reicht.
Wenn du durch das Tool durch bist, schreib dir die wichtigsten Ergebnisse irgendwo auf, wo du sie immer griffbereit hast. Für deinen nächsten Post, für deine Bio, für deine nächste Story.
Hi, ich bin Heidi! 👋
25 Jahre Direktvertrieb, fünf verschiedene Firmen, und ich hab in der Zeit ziemlich genau gelernt, was funktioniert und was nicht.
Eines hab ich erst spät verstanden: Es bringt nichts, fleißig zu posten, wenn niemand in drei Sekunden weiß, wofür man eigentlich steht. Ich hab das selbst lange falsch gemacht und gesehen, wie viele im Team genau daran hängen bleiben.
Als Rheinländerin mit jahrelanger Erfahrung im Direktvertrieb kenne ich den Wunsch ganz genau: Klarheit haben, statt sich ständig zu erklären.
Genau deshalb habe ich das Positionierungs-Tool entwickelt.