Ihr Lieben, jetzt mal Butter bei die Fische. 😄
Sechs Tage habt ihr durchgezogen. Profil umgebaut, Leadmagnet fertig, Content Map steht, erster Post ist draußen, Story-Sequenz läuft, Automation sammelt fleißig Anfragen ein. Das System steht.
Und jetzt kommt der Moment, der über alles entscheidet. Nicht ob du es gelernt hast. Sondern ob du dranbleibst.
Ganz ehrlich, ich mach das seit 25 Jahren und ich sag dir, was ich immer wieder sehe.
Die meisten hören nicht auf, weil sie zu wenig wissen. Sie hören auf, weil sie keine Routine haben.
Gepostet wird, wenn grad Zeit ist. Storys gibt’s, wenn die Motivation mal vorbeischaut. Die Automation wird eingerichtet und dann vergessen wie die Gießkanne im Keller. Und nach drei Wochen ist alles wieder wie vorher.
Ein System ohne Routine ist wie ein Auto ohne Benzin. Steht schön in der Garage, fährt aber nirgendwo hin.
Das ändern wir heute. Ich zeig dir eine Routine, die in 20 Minuten am Tag passt. Nicht zwei Stunden. Nicht morgens um fünf mit Yogamatte. Zwanzig Minuten, die in jeden Alltag passen.
Und ich warn dich vor: Diese Routine sieht total unspektakulär aus. Genau das ist der Trick. Alles was spektakulär ist, hält nicht. Was hält, ist das Leise, das man einfach jeden Tag wiederholen kann.
Los geht’s!
Vier Teile, jeder maximal fünf Minuten. Alle hintereinander oder über den Tag verteilt, wie es bei dir reinpasst.
Teil 1: Story-Sequenz posten (5 Minuten)
Die Storys sind dein Verkaufskanal. Nicht der Feed. Die Storys!
Du postest jeden Tag eine Story-Sequenz, so wie du es an Tag 5 gelernt hast. Mit Übung schaffst du das in fünf Minuten. Am Anfang dauert’s zehn. Wird schneller, versprochen.
An Tagen, wo der Alltag dich frisst: eine 1-Slide-Story. Kennst du auch aus Tag 5. Besser eine Story als keine.
Teil 2: Feed-Beitrag oder eben nix (5 Minuten)
Jetzt kommt die gute Nachricht: Du musst NICHT jeden Tag in den Feed posten. Drei pro Woche reichen. An den anderen Tagen heißt dieser Teil einfach: nix posten. Herrlich, oder? 😄
Oder du teilst einen älteren guten Beitrag nochmal in deine Storys. Die Perlen von früher dürfen ruhig nochmal glänzen.
Was du postest, kommt aus deiner Content Map. Dazu gleich mehr.
Teil 3: Die DM-Runde (5 Minuten)
Du öffnest deine DMs und machst drei Sachen, genau in dieser Reihenfolge:
Drei am Tag klingt nach nix. Sind aber 90 warme Kontakte im Monat. Rechne das mal hoch!
Teil 4: Der Kommentar-Klönschnack (5 Minuten)
Du gehst durch deinen Feed und kommentierst bei drei bis fünf Accounts aus deiner Zielgruppe oder deinem Umfeld. Echte Kommentare. Nicht „Toller Post“. Sondern eine Reaktion, ein Gedanke, eine Frage.
Warum? Instagram mag Leute, die mitmachen und nicht nur senden. Und die Menschen, bei denen du kommentierst, merken dich. Das ist Reichweite ohne einen Cent Werbebudget.
Damit du dir das vorstellen kannst, hier ein Beispiel-Tag:
8:30 Uhr, beim ersten Kaffee (5 Min): Die ersten 2 bis 3 Storys der Tagessequenz posten. ☕
12:30 Uhr, Mittagspause (10 Min): evt. restliche Storys posten, DM-Runde, drei persönliche Nachrichten.
19:30 Uhr, nach dem Abendessen (5 Min): Story mit CTA posten, falls noch nicht passiert. Drei bis fünf Kommentare bei anderen dalassen.
Zwanzig Minuten, verteilt über den Tag. Kein zweistündiger Social-Media-Block, in dem du verschwindest und deine Familie einen Suchtrupp losschickt.
Jetzt kommt die Sache, die wirklich alles entscheidet.
Wenn du jeden Tag bei Null anfängst, brennst du aus. Wenn du gleiche Aufgaben bündelst, bleibst du entspannt. Ich arbeite nun mit 45-Minuten-Blöcken und ich sag dir, das ist Gold wert.
Batching heißt: In einem Block machst du EINE Art von Aufgabe. Und davon so viel, wie in 45 Minuten reinpasst.
45 Minuten Videos drehen. Kamera auf, Licht an, und dann wird gedreht. Nicht ein Video. So viele Reels wie reingehen. Manchmal werden’s 30 kurze Videos, manchmal nur 5. Beides ist okay!
45 Minuten Carousels bauen. Nicht eins. Mehrere. Der Kopf ist im Carousel-Modus, also bleib da drin.
45 Minuten Captions schreiben. Alle Texte für die Woche in einem Rutsch, weil du sowieso schon im Schreibmodus bist.
Warum das so gut funktioniert? Dein Gehirn braucht für jede neue Aufgabe Anlaufzeit. Heute ein Reel, morgen eine Caption, übermorgen ein Carousel, das sind drei Mal Anlaufkosten. In einem Block bleibst du im Flow. Du wirst schneller, du wirst besser und der innere Schweinehund kriegt gar keine Chance, sich einzumischen.
Wie oft? Das legst du selbst fest, je nachdem wie dein Leben läuft. Mein Rhythmus ist ungefähr so: ein Video-Block, wenn ich welche brauche (nicht jede Woche), ein Carousel-Block, wenn ich im Schreibmodus bin, und ein Block für Captions und Planung am Anfang oder Ende der Woche. Und dann gibt’s Wochen, in denen ich gar nichts produziere, weil der Vorrat noch voll ist. Genau das ist der Sinn: Du baust dir einen Vorrat, von dem du zehren kannst. Wie Einkochen, nur mit Content. 😄
Wichtig: Hör auf deine Energie. Wenn du heute Lust auf Carousels hast, mach Carousels. Wenn du heute keine Lust auf Videos hast, drehst du nächste Woche. Energie schlägt Disziplin. Ich hab festgestellt: Wenn mir eine Aufgabe grad leichtfällt, schaff ich das Doppelte in der gleichen Zeit. Also nutz diese Momente. Wenn du merkst „heute könnte ich fünf Reels drehen“, dann dreh fünf. Nicht eins.
Neben den Produktionsblöcken brauchst du einen Block pro Woche für den Überblick. Das ist kein Content-Block, das ist dein Kapitäns-Block.
In diesen 45 Minuten:
Ohne diesen Block driftest du irgendwann ab. Mit ihm bleibst du auf Kurs.
Einmal im Monat schaust du zurück und prüfst, was wirklich funktioniert. Nicht gefühlt. Mit Zahlen. Dauert eine Stunde, am besten am letzten Sonntag im Monat.
Du öffnest Instagram Insights und schaust auf vier Dinge:
1. Die drei besten Beiträge des Monats. Nicht nach Likes, sondern nach Interaktionen und Speicherungen. Bei Carousels auch: Wie viele haben bis zur letzten Slide gewischt? Schreib dir die drei Gewinner auf.
2. Die drei schlechtesten Beiträge. Auch aufschreiben! Aus Flops lernst du genauso viel wie aus Hits. Oft liegt’s nicht am Thema, sondern am Hook.
3. Die Anfragen über Manychat. Wie viele haben dein Keyword kommentiert? Wie viele wurden zum Gespräch? Wie viele zu Kunden oder Partnern?
4. Die drei stärksten DM-Gespräche. Was war der Auslöser? Ein Kommentar, eine Story, ein Post? Daran erkennst du, welcher Content wirklich verkauft.
Und danach triffst du genau DREI Entscheidungen für den nächsten Monat:
Drei Entscheidungen. Nicht mehr. Wer alles auf einmal ändert, erkennt am Ende nicht, was gewirkt hat.
Und jetzt der Teil, der dein System wirklich zum System macht. Was passiert, wenn die Anfragen da sind?
Hier hakt es bei den meisten. Die Anfrage kommt, man ist unsicher, grübelt stundenlang und antwortet dann zu spät oder zu zaghaft.
Meine Empfehlung: zweimal am Tag in die DMs. Einmal morgens, einmal abends. Nicht zwischendurch hundertmal, das lenkt dich nur ab und macht dich kirre. Deine Leute warten nicht stundenlang, aber sie erwarten auch keine Antwort in drei Minuten.
Der Ablauf pro DM-Fenster:
Und ganz wichtig: Du verkaufst nicht in der DM. Du führst Gespräche.
Jetzt schnappst du dir deinen Kalender und trägst drei Dinge ein:
Erstens: Drei feste Zeitfenster pro Tag für deine 20-Minuten-Routine. Morgens, mittags, abends. Mit Erinnerung auf dem Handy.
Zweitens: Deine Batching-Blöcke. Feste Zeiten, wiederkehrend.
Drittens: Den Monats-Check. Letzter Sonntag im Monat, eine Stunde, wiederkehrend.
Drei Einträge. Mach sie jetzt. Bevor du weiterliest. Ich warte hier so lange. 😄
Wenn du bei den Story-Themen für die Woche festhängst, hol dir Claude oder ChatGPT dazu:
„Ich bin Networkerin im Bereich [Thema]. Meine Zielgruppe ist [Zielgruppe aus Tag 1]. Gib mir 14 Story-Themen für die nächsten 2 Wochen. Pro Tag ein Thema. Mix aus: persönlichen Alltagsmomenten, Gedanken zu meinem Thema, Fragen, die meine Zielgruppe oft stellt, Fehlern, die ich selbst gemacht habe, und kleinen Erkenntnissen. Pro Thema ein Satz. So konkret, dass ich sofort weiß, worum es geht.“
Und wenn eine Anfrage reinkommt und du nicht weißt, was du antworten sollst:
„Mir hat jemand auf Instagram geschrieben: ‚[Nachricht]‘. Ich bin Networkerin im Bereich [Thema]. Schreib mir 2 verschiedene Antworten: eine freundliche, neutrale Antwort, und eine, die dezent ins Gespräch einlädt. Beide kurz, natürlich, nicht werblich. Wie eine Freundin schreiben würde.“
Schau mal, was du alles hast:
✓ Deine Positionierung
✓ Deinen Leadmagnet
✓ Dein Profil
✓ Deine Content Map
✓ Deine Story-Sequenz
✓ Deine Automation
✓ Deine Routine
Ein komplettes System. Das Einzige, was jetzt noch fehlt, bist du, die dranbleibt.
Und glaub mir, nach 25 Jahren in diesem Geschäft weiß ich:
Nicht die Lautesten gewinnen.
Die Beständigen gewinnen. ✨
Deine Heidi ❤️
Hi, ich bin Heidi! 👋
25 Jahre Direktvertrieb, fünf verschiedene Firmen, und ich hab in der Zeit ziemlich genau gelernt, was funktioniert und was nicht.
Eines hab ich erst spät verstanden: Es bringt nichts, fleißig zu posten, wenn niemand in drei Sekunden weiß, wofür man eigentlich steht. Ich hab das selbst lange falsch gemacht und gesehen, wie viele im Team genau daran hängen bleiben.
Als Rheinländerin mit jahrelanger Erfahrung im Direktvertrieb kenne ich den Wunsch ganz genau: Klarheit haben, statt sich ständig zu erklären.
Genau deshalb habe ich das Positionierungs-Tool entwickelt.